Einzigartige Stimme
Mitte: Das Duo Wickihalder & Fischer bekommt Verstärkung. Zuerst stösst Hans Ermel am Bass dazu und sorgt für einen satten, warmen Hintergrund. Oder - wenn seine Finger bei Soli temperamentvoll das Instrument hinauf- und hinabwandern - für energiegeladene Ausbrüche. Komplettiert wird die Band mit der schwedischen Sängerin Sophie Dunèr. In Stücken wie «Smile» oder «Out of this World» schwelgt sie einerseits in den Stimmungen der einstigen Jazzdiven und sorgt andererseits mit ihren leicht ironischen Publikum-Flirts für allgemeines Schmunzeln. Ihre Art zu singen und ihre einzigartige Stimme machen einem wieder be- wusst, mit welchem Mist wir täglich aus dem Radio berieselt werden. Und wenn sich Dunèr ans Piano setzt (konzertmässig eine Premiere), Akkorde antippt, singt und dann den Ball Jürg Wickihalder zuwirft, der sich einem emotionsgeladenen Solo hingibt und den Ball zurückspielt, rutscht das Publikum noch tiefer in die Stühle oder lehnt sich noch stärker an die Wände des Holensteins. Ein wohlig-entspannendes Spinnennetz aus Tönen und einer Stimme umgibt alles. Jürg Wickihalder atmet noch einmal in sein Instrument, entlockt ihm einen langen Klang und lässt die rechte Hand in der Luft pendeln. Ende.
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